Admiral (Vanessa atalanta)
Admiral Vanessa atalanta

Der Admiral gehört zu den Wanderfaltern, welche im Frühsommer aus nordafrikanischen und südeuropäischen Ländern einwandern. Bei uns zeugt er eine neue Generation, die ab September wieder in Richtung Süden ausfliegt. Seit kurzem werden auch in Deutschland Überwinterungen beobachtet. Im Luchsbachtal konnte schon im März ein Admiral beobachtet werden, was auf seine Überwinterung bei uns schließen läßt.

Details zu Admiral (Vanessa atalanta)
Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)
Ampfer-Grünwidderchen Adscita statices

Diesen tagaktiven Nachtfalter könnte man bei oberflächlicher Betrachtung fast mit einer Fliege verwechseln. Die sichere Bestimmung ist nicht einfach, da sich alle Grünwidderchen sehr ähneln. Aber von allen Arten hat nur diese ganz stumpf endende Fühler, was auf dem Foto gut zu sehen ist. Manchmal treten diese Falter massenhaft auf, aber in Deutschland stehen sie insgesamt auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten. Im Luchsbachtal konnten 2019 nicht mehr als 3 Individuen gefunden werden.

Details zu Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)
Argus-Bläuling (Plebejus argus) ***
Argus-Bläuling Plebejus argus

Dieser kleine Bläuling wurde im Landkreis Erzgebirge bislang erst dreimal als Fund gemeldet. Er ist in Sachsen ausgesprochen selten und auf der Roten Liste in der Kategorie 2, als stark gefährdet klassifiziert. Auch für ganz Deutschland steht dieser Bläuling als gefährdete Art auf der Roten Liste. Die Bläulingsarten sind wegen ihrer großen Ähnlichkeiten und ihres schnellen Fluges nur schwer zu indentifizieren. Auch dieser Schmetterling wurde erst bei der Fotoauswertung entdeckt. Man kann ihn gut an den metallisch blauen Flecken in den schwarzen Augen der Unterflügelzeichnung erkennen. Wie der Wiesenknopf-Ameisenbläuling bildet dieser Schmetterling Lebensgemeinschaften mit Ameisen, in deren Baue die Verpuppung stattfindet.

Details zu Argus-Bläuling (Plebejus argus) ***
Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
Aurorafalter Anthocharis cardamines

Hier sitzt diese winzige Schönheit auf einer Kuckuks-Lichtnelke. Es ist ein männliches Tier. Dieser in Deutschland noch häufige Schmetterling ist im Erzgebirge durchaus nicht überall anzutreffen. Neben sehr wenigen Exemplaren im Luchsbachtal habe ich ihn bislang nur noch im Wildenfelser Zwischengebirge bei Langenbach-Grünau angetroffen. Er ist ein ziemlicher Nahrungsspezialist und lebt dort, wo es Wiesenschaumkraut gibt. Eine Pflanze übrigens, die mehrfaches und regelmäßiges Mähen der Wiesen überhaupt nicht verträgt.

Details zu Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
Baumweißling (Aporia crataegi)
Baumweißling Aporia crataegi

Gefährdet ist der Baumweißling nicht. Im Erzgebirge ist er aber kein häufig vorkommender Schmetterling. Seine volle Schönheit offenbart dieser relativ große Weißling erst, wenn er einmal ruhig sitzt und seine schwarze Aderzeichnung auf den Flügelunterseiten zur Geltung kommt. Im Gegensatz zu anderen Weißlingen, die mehrere Generationen bilden und deshalb über lange Zeiträume beobachtet werden können, fliegt der Baumweißling nur in einer Generation von Mai bis Juli.

Details zu Baumweißling (Aporia crataegi)
Birkenjungfernkind (Archiearis parthenias)
Birkenjungfernkind Archiearis parthenias

Bis zum Erstfund am 23. März 2019 im Luchsbachtal kannte ich diesen tagaktiven Nachtfalter auch noch nicht. Er war in einer mittleren Anzahl von Faltern anzutreffen, aber nicht wirklich häufig. Seine Lebensspanne ist kurz und kommt nicht über den April hinaus. Dieser Schmetterling kommt verbreitet vor, aber nur dort, wo es etwa 10 bis 20-jährige Birkenbestände gibt.

Details zu Birkenjungfernkind (Archiearis parthenias)
Braunauge (Lasiommata maera) ***
Braunauge Lasiommata maera

Das Braunauge ist vom Großem Ochsenauge nicht einfach zu unterscheiden. Besonders, weil es lieber fliegt als ruht. Aber während sich beide Falterarten auf der Oberseite der Flügel durchaus ähneln, kann man sie an der Zeichnung der Unterseite gut bestimmen. Während das große Ochsenauge nicht gefährdet ist, steht das Braunauge auf der Roten Liste in Sachsen. Zu beobachten ist der Falter in zwei Generationen von Mai bis September. Am liebsten hält er sich an Waldrändern auf unbewachsenen Stellen auf.

Details zu Braunauge (Lasiommata maera) ***
Braunbinden-Wellenstriemenspanner (Scotopteryx chenopodiata)
Braunbinden-Wellenstriemenspanner Scotopteryx chenopodiata

Dieser Verteter der Schmetterlingsfamilie der Spanner ist ein häufiger Bewohner krautiger Wiesenbereiche, wo er zwar tagsüber aktiv ist, aber nur durch aufscheuchen zum Fliegen zu bewegen ist. Er fliegt im Spätsommer von Juli bis August. Die Raupen ernähren sich von Lippenblütengewächsen, wie der Vogelwicke, wohingegen die Falter gerne die reichlich vorkommenden Skabiosengewächse des Luchsbachtales anfliegen.

Details zu Braunbinden-Wellenstriemenspanner (Scotopteryx chenopodiata)
Braune Tageule (Euclidia glyphica)
Braune Tageule Euclidia glyphica

Auch sie ist eine Vertreterin der tagaktiven Nachtfalter und eine Wiesenbewohnerin. Zu ihren Nahrungspflanzen gehören Lippenblütengewächse unterschiedlichster Art, von Rotklee bis zur Vogelwicke.

Details zu Braune Tageule (Euclidia glyphica)
Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus) *
Brauner Feuerfalter Lycaena tityrus

Hier sitzt ein Männchen des Braunen Feuerfalters auf Rainfarn. Im Unterschied zu den allermeisten Schmetterlingsarten sind bei dieser Art die Weibchen wesentlich farbiger als die männlichen Tiere. Wie vom Kleinen Feuerfalter auch wurden 2019 von diesem Bäuling nur wenige Exemplare in Pöhla beobachtet, obwohl beide Arten 2018 häufig vorkamen. In Sachsen steht der Schmetterling auf der Vorwarnliste zur Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Details zu Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus) *
Brombeerspinner (Macrothylacia rubi)
Brombeerspinner Macrothylacia rubi

Von diesem Schmetterling wurde noch kein ausgewachsener Falter fotografisch dokumentiert, dafür aber eine Raupe dieses tagaktiven Nachtfalters. Wie bei vielen Nachtfaltern ist das erwachsene Tier unauffällig gefärbt, dafür bringen diese Arten Raupen in leuchtenden Farben und auffälligen Formen hervor.

Details zu Brombeerspinner (Macrothylacia rubi)
C-Falter (Polygonia c-album)
C-Falter Polygonia c-album

Der C-Falter verdank seinen Namen einem kleinen weißem "C" auf der Unterseite der Hinterflügel, welche ansonsten durchgehend in Brauntönen gefärbt sind. Aber auch die Form seiner Flügel, deren Außenkante ebenfalls wie ein C gebogen sind, machen ihn leicht erkennbar. Frisch geschlüpft ist der Falter von leuchtend orangebrauner Farbe und eigentlich unverwechselbar. Er lebt vorzugsweise an Waldrändern mit Weiden- und Haselnussbüschen in sonnigen Lagen. Dort sitzt er oftmals auf exponierten Sitzwarten und überblickt sein Revier. Sobald sich ein anderer Schmetterling sehen läßt startet er in hektischem Flug, um den Eindringling zu vertreiben.

Details zu C-Falter (Polygonia c-album)
Distelfalter (Vanessa cardui)
Distelfalter Vanessa cardui

Der Distelfalter gehört zu den Schmetterlingen mit der erstaunlichsten Lebensgeschichte. Diese Art zählt zu den Wanderfaltern, die zwischen verschiedenen Kontinenten hin und her fliegt und dabei problemlos bis zu 3000 Kilometer zurücklegen kann. Die bei uns im Frühjahr ankommenden Falter stammen aus Nordafrika oder Arabien. Sie pflanzen sich in mehreren Generationen bei uns fort, wobei die letzte Generation dann in ihre Überwinterungsländer zurück fliegt. 2019 gab es einen massenhaften Einflug der Distelfalter aus Arabien, wobei mehrere Millionen Schmetterlinge nach Deutschland, aber darüber hinaus bis in die nordischen Länder einflogen.

Details zu Distelfalter (Vanessa cardui)
Dukaten-Feuerfalter (Lycaena virgaureae) **
Dukaten-Feuerfalter Lycaena virgaureae

Der zu den Bläulingen gehörende Dukaten-Feuerfalter konnte 2019 das erste Mal im Luchsbachtal beobachtet werden. Er fliegt von Mitte Juni bis Mitte September. In Sachsen steht er auf der Roten Liste und ist als gefährdet eingestuft. Wie so viele Schmetterlinge ist er ein Bewohner des Waldrandes und von Offenland-Lebensräumen.

Details zu Dukaten-Feuerfalter (Lycaena virgaureae) **
Dunkler Dickkopffalter (Erynnis tages) **
Dunkler Dickkopffalter Erynnis tages

Er ist klein und unauffällig, aber von den vier Dickkopffalter-Arten des Luchsbachtales derjenige, der auf der Vorwarnliste zur Roten Liste Sachsen steht. Wie man an dem Foto sehen kann, liebt er Gelb blühende Pflanzen. Er fliegt in zwei Generationen von Mai bis Mitte September, mit einer kurzen Pause im Juli.

Details zu Dunkler Dickkopffalter (Erynnis tages) **
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)
Faulbaum-Bläuling Celastrina argiolus

Der Faulbaum-Bläuling ist der erste Neufund im Luchsbachtal im Jahr 2020. Nach der Literatur fliegt er ab Anfang April. Der Klimawandel wirkt sich aber auch auf die Lebenszyklen der Schmetterlinge aus, denn diese Beobachtung ist vom 14.März 2020. Auch in anderen Teilen Deutschlands wurde ein so früher Flug schon beobachtet. Dieser Bläuling ist vom Lebensraum und den Nahrungspflanzen her ein Allrounder, so dass er bislang nicht bedroht erscheint. Im Erzgebirge habe ich ihn zwar an verschiedenen Stellen, aber niemals häufig angetroffen. Leider liess sich der frühe Flieger nicht fotografieren, so dass ich hier nur ein Beispielbild aus dem Jahr 2019 von den Hermannsdorfer Wiesen in Elterlein verwenden kann.

Details zu Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)
Federgeistchen (Pterophorus pentadactyla)
Federgeistchen Pterophorus pentadactyla

Leider ist das kein besonders gut geratenes Foto. Das Federgeistchen ist allerdings auch so winzig und schmal, dass ein gutes Bild sehr viel Geduld und auch ein bisschen Glück erfordert. Wirklich viel ist über das Lebensumfeld des Federgeistchens, welches auch Stahlmotte genannt wir, nicht bekannt. Es ist über ganz Europa verbreitet und lebt in grasreichen Habitaten.

Details zu Federgeistchen (Pterophorus pentadactyla)
Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe) **
Feuriger Perlmutterfalter Argynnis adippe

Dieser Perlmutterfalter ist eine ausgesprochene Seltenheit im gesamten westsächsichen Raum. Von dieser Art liegen für das Erzgebirge nur 6 Fundmeldungen vor, die allesamt aus den letzten vier Jahren stammen und alle im Erzgebirgskreis liegen. Überhaupt ist er in Sachsen bedroht und wird auf der Roten Liste in der Kategorie 3 geführt. Im Luchsbachtal findet er ausgesprochen gute Lebensraumvorausetzungen vor, denn er benötigt versaumte Magerrasen und Waldrandbereiche in der Nähe von Offenlandbitopen. Zu seinen Nahrungspflanzen gehören Wiesenflockenblumen und Kratzdisteln, welche im Habitat reichlich vorhanden sind.

Details zu Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe) **
Gammaeule (Autographa gamma)
Gammaeule Autographa gamma

Auch in der zweiten Septemberhälfte lassen sich noch neue Schmetterlingsarten dokumentieren. Hier handelt es sich um die Gammaeule, ein Nachtfalter aus der Gruppe der tagaktiven Eulenfalter. Sie ist über ganz Deutschland verbreitet und kommt häufig vor. Obwohl dieser Falter von April bis Oktober fliegt,´habe ich ihn im Luchsbachtal vor dem September nicht angetroffen. Dieser Eulenfalter ähnelt ein wenig der Braunen Tageule. Doch kann man sie an dem schneeweißen "Y" auf dem Vorderflügel (welches auf dem Bild gut zu erkennen ist) eindeutig indentifizieren.

Details zu Gammaeule (Autographa gamma)
Geflammter Kleinzünsler (Endotricha flammealis)
Geflammter Kleinzünsler Endotricha flammealis

Dieser unscheinbare Kleinschmettering wird nur zwischen 17 und 23 mm Flügelspannweite groß. Wie so viele Schmetterlinge ist er ein Bewohner des Waldrandes, kommt aber zur Not auch auf der offenen Wiese zu recht. Seine Flugzeit reicht von Mai bis September. In Pöhla habe ich ihn entlang des Weges neben dem Luchsbach angetroffen.

Details zu Geflammter Kleinzünsler (Endotricha flammealis)
Gestreifter Graszünsler (Ariphila tristella)
Gestreifter Graszünsler Ariphila tristella

Dieser kleine, unscheinbare Schmetterling kann nicht leicht bestimmt werden, da die Unterscheidung von anderen Arten schwierig ist. Auch ich habe mich auf das Urteil von Experten verlassen müssen. Und wenn man nur oberflächlich hinschaut, dann kann man ihn gar für einen Grashüpfer halten, denn die Graslandschaft und eine abrupte Bewegungsweise machen sein Leben aus. Der Winzling ist eigentlich überall ein häufiger Wiesenbewohner und fliegt von Juli bis September.

Details zu Gestreifter Graszünsler (Ariphila tristella)
Gitterspanner (Chiasmia clathrata)
Gitterspanner Chiasmia clathrata

Er gehört zu den tagaktiven Nachtfaltern und ist ziemlich klein. Selbst mit offenen Flügeln mißt er meist nur 25 mm. Man findet ihn in ganz unterschiedlichen Grünlandtypen. Dort fliegt er meist nur kurze Strecken, um sich dann wieder an einem Grashalm nieder zu lassen. Er ist einer der häufigen Falter. So sagt es jedenfalls die Literatur.

Details zu Gitterspanner (Chiasmia clathrata)
Goldene Acht, weiblich (Colias hyale) *
Goldene Acht, weiblich Colias hyale

Der auch Weißklee-Gelbling genannte Schmetterling ist äußerlich nicht eindeutig von dem artverwandten Hufeisenklee-Gelbling (Colias alfacariensis) zu unterscheiden. Wärend die hier abgebildete Art in Sachsen "nur" auf der Vorwarnliste der bedrohten Tierarten steht, ist der Hufeisenklee-Gelbling bereits akut vom Aussterben bedroht. Beide Falter kommen in Sachsen vor und fliegen auch zu genau der gleichen zeit, von Mai bis Oktober, mit einer kurzen Generationenpause im Juli. Das macht eine exakte Artbestimmung noch schwieriger. In unserer Region dürfte es sich immer um Colias Hyale handeln, da die Nahrungspflanzen des Hufeisenklee-Gelblings im Erzgebirge nicht vorkommen. Im vergangenen Jahr war dieser Schmetterling relativ häufig im Luchsbachtal zu sehen, wohingegen er im Jahr 2019 von mir nur ein einziges Mal dokumentiert werden konnte.

Details zu Goldene Acht, weiblich (Colias hyale) *
Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)
Graubinden-Labkrautspanner Epirrhoe alternata

Wie der Name schon vermuten läßt, ist das Labkraut die Hauptnahrungspflanze dieses Schmetterlings aus der Familie der Spanner. Labkraut gibt es im Bereich der mageren Wiesen auf der ehemaligen Halde reichlich. Der Falter fliegt in zwei Genrationen von Ende April bis Ende September

Details zu Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)
Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)
Großer Fuchs Nymphalis polychloros

Der zweite Neufund im Jahr 2020 ist der in Sachsen stark bedrohte Große Fuchs (Rote Liste Sachsen, Kategorie 2). Er ist zugleich die 48-ste Tagfalter-Art, die im Luchsbachtal dokumentiert werden konnte. Dieser ziemlich große Schmetterling - immer hin kann er bis zu 70 mm Spannweite erreichen - hat offensichtlich einmal ein gutes Jahr, denn aus ganz Deutschland gibt es derzeit Fundmeldungen. Im Luchsbachtal findet er am Rand des Baches optimale Bedingungen. Dort stehen viele Salweiden, die er als Nahrungsplanze für seine Raupen benötigt und auch die ausgewachsenen Falter fühlen sich an lichten Mischwaldrändern am wohlsten.

Details zu Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Großer Kohlweißling Pieris brassicae

Im Flug kann man den Großen Kohlweißling kaum vom Kleinen unterscheiden. Wenn man ein Foto hat wird es einfacher. Hier auf dem Bild ist der breite schwarze Rand, der sich tief in beiden Richtungen über die Flügelspitze hinaus zieht, zu sehen. Bei dem abgebildeten Individuum handelt es sich um ein Weibchen, denn nur dieses hat auch schwarze Punkte auf den Vorderflügeln.

Details zu Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) **
Großer Perlmutterfalter Argynnis aglaja

Von den fünf Perlmutter-Arten, die bislang in Pöhla beobachtet werden konnten, gehört er zusammen mit dem Feurigen Perlmutterfalter zu den bedrohten Arten in Sachsen, die auf der Roten Liste geführt werden. Dieser Falter liebt blumenreiche magere Wiesen und von den Blumen am liebsten jene, die Lila blühen. Zu beobachten ist er von Mitte Juni bis Ende August.

Details zu Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) **
Großes Fünffleck-Widderchen (Zygaena lonicerae) **
Großes Fünffleck-Widderchen Zygaena lonicerae

Dieser weit leuchtende tagaktive Nachtfalter ist nur schwer vom Kleinen Fünffleck-Widderchen zu unterscheiden. Auf der ehemaligen Luchsbachhalde kommen beide Arten vor. Während das Kleine Widderchen nicht bedroht ist, ist das Große Widderchen in der Roten Liste Sachsen als gefährdet geführt. Die Falter lieben alle Arten von Klee und fliegen von Juni bis August.

Details zu Großes Fünffleck-Widderchen (Zygaena lonicerae) **
Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), weiblich
Großes Ochsenauge Maniola jurtina), weiblich

Das Große Ochsenauge zählt zu den häufigen Arten auf Wiesen des unterschiedlichsten Typus. Es bildet nur eine Generation, welche aber sehr langlebig ist. Deshalb ist der Falter zwischen Anfang Juni und Ende August zu beobachten.

Details zu Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), weiblich
Grünaderweißling (Pieris napi)
Grünaderweißling Pieris napi

Er ist einer der drei zum Verwechseln ähnlichen Weißlinge neben dem Großen und dem Kleinen Kohlweißling. Erst wenn er sitzt kann man seine grünlichen, namensgebenden Adern an den Flügelunterseiten sehen. Er kann viele verschiedene Habitate besiedeln und ist deshalb auch nicht selten.

Details zu Grünaderweißling (Pieris napi)
Hartheu-Spanner (Siona lineata) **
Hartheu-Spanner Siona lineata

Er gehört zu den Nachtfaltern, was bei diesem leuchtend weißen Schmetterling kaum zu vermuten ist. Durch seine schwarzen Adern ähnelt er dem Baumweißling, welcher aber sehr deutlich rund geformte Flügel hat. Außerdem fliegt er nicht so gerne. Und wenn, dann nicht weit. Er ist einer der sächsichen Nachtfalterarten, die als gefährdet auf der Roten Liste registriert sind.

Details zu Hartheu-Spanner (Siona lineata) **
Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
Hauhechel-Bläuling Polyommatus icarus

Im Erzgebirge ist dies die häufigste Art unter den Bläulingen. Die männlichen Tier haben eine strahlend himmelblaue Oberseite mit einem ebenso strahlend weißen Franzensaum. Dieser Schmetterling fliegt in mehreren Generationen vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Im Luchsbachtal war er im vergangenen Jahr unaufhörlich am Fliegen. In diesem Jahr brachte die Art erst im Spätsommer eine größere Anzahl an Faltern hervor.

Details zu Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
Kaisermantel (Argynnis paphia , männlich)
Kaisermantel Argynnis paphia , männlich

Eine detailierte Beschreibung findet sich bei dem Foto eines weiblichen Tieres. Dies hier ist ein Männchen und zu erkennen an den drei schwarzen Duftschuppenstreifen auf dem Vorderflügel, welche den Weibchen fehlen.

Details zu Kaisermantel (Argynnis paphia , männlich)
Kaisermantel (Argynnis paphia f. valesina)
Kaisermantel Argynnis paphia f. valesina

Kaisermantel tragen in der Regel eine leuchtend orange Farbe. Die hier vorliegende graubraune Färbung ist eine Sonderform, die sehr selten und nur bei weiblichen Tieren auftritt. Im hinteren Haldenbereich, am Übergang zum Hochwald konnten 2019 an einem Augusttag gleich sechs Exemplare dieser Sonderform beobachtet werden.

Details zu Kaisermantel (Argynnis paphia f. valesina)
Kaisermantel (Argynnis paphia)
Kaisermantel Argynnis paphia

Der Kaisermantel ist der größte Schmetterling aus der Gruppe der Perlmutterfalter. Wo er fliegt ist er mit seiner leuchtend orangen Farbe nicht zu übersehen. Er ist ein typischer Waldrandbewohner. Zu den wichtigen Raupennahrungspflanzen gehört der Wasserdost, der im Luchsbachtal am Rand zum Hochwald, im hinteren Haldenbereich wächst. Folgerichtig findet man auch den ausgewachsenen Schmetterling dort. In diesem Jahr war er in sehr großer Anzahl zu sehen. An manchen Tagen wurden mehr als 40 Individuen gezählt. Auf dem Foto ist ein Weibchen zu sehen. Seine Flugzeit beginnt Anfang Juni und endet im September.

Details zu Kaisermantel (Argynnis paphia)
Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Kleiner Feuerfalter Lycaena phlaeas

Obwohl er sehr klein ist, nämlich nur etwa 25 mm Flügelspanne, ist er auf Grund seiner intensiven Färbung kaum zu übersehen. Männchen und Weibchen sind gleichermaßen intensiv gefärbt, was bei den roten Bläulingsarten eine Ausnahme darstellt. 2018 war dies ein sehr häufiger Falter im Luchsbachtal. 2019 konnte er bislang lediglich mit zwei Individuen beobachtet werden. Noch besteht eine Chance ihn fliegen zu sehen, denn er bringt mehrere Generationen zwischen Anfang Mai und Mitte Oktober hervor.

Details zu Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Kleiner Fuchs Aglais urticae

Einer der Schmetterlinge, der bei uns überwintert und deshalb an warmen Tagen schon im März zu beobachten ist. 2018 war er häufig zu sehen. In diesem Jahr fehlt er seit dieser Aufnahme aus dem Juni 2019 fast vollständig. Erst im September konnte ich ein einzelnes aber sehr frisches Exemplar beobachten.

Details zu Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)
Kleiner Kohlweißling Pieris rapae

Der Kleine Kohlweißling war noch vor wenigen Jahren als Schädling in Nutzgärten verrufen. Zwischenzeitlich haben seine Bestände dramatisch abgenommen. Dennoch ist er (noch) nicht gefährdet. Auch er liebt violette Blüten als Nektarspender über alles. Auf Grund seiner langen Flugzeit von Anfang April bis Mitte Oktober ist er auch gut zu beobachten.

Details zu Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)
Kleiner Perlmutterfalter (Issoria lathonia)
Kleiner Perlmutterfalter Issoria lathonia

Dieser hübsche und sehr flinke, eher kleine Perlmutterfalter ist in Sachsen nicht bedroht. Zu erkennen ist er an den charakteristischen großen weißen Flecken auf der Hinterflügelunterseite, die in der Sonne wie Perlmutter glänzen. Auf der Luchsbachhalde war er im Jahr 2018 in großer Zahl zu beobachten, wo er auch bis in den späten Oktober hinein auftrat. In diesem Jahr waren nur sehr wenige Exemplar zu sehen. Auf dem Bild saugt er an einer Wiesenflockenblume, umgeben von Echtem Labkraut.

Details zu Kleiner Perlmutterfalter (Issoria lathonia)
Kleines Fünffleck-Widderchen (Zygaena viciae)
Kleines Fünffleck-Widderchen Zygaena viciae

Im Luchsbachtal kommt neben dem gefährdeten Großen Fünffleck-Widderchen auch das ungefährdete Kleine Fünffleck-Widderchen vor. Für den Laien sind beide Arten nur schwer zu unterscheiden. Zum einen ist das Kleine tatsächlich wesentlich kleiner als das Große Widderchen und zum zweiten erscheinen die Flügel des Kleinen Widderchens durchscheinend, da sie sehr viel weniger Farbschuppen besitzen als das Große Fünffleck-Widderchen. Wenn man beide nebeneinader betrachtet, erscheinen die Flügel des Kleinen eher dunkelgrau und die des Großen tiefschwarz. Beide Arten fliegen zeitgleich von Juni bis August.

Details zu Kleines Fünffleck-Widderchen (Zygaena viciae)
Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)
Kleines Wiesenvögelchen Coenonympha pamphilus

Die Wiesenvögelchen kommen im Luchsbach mit zwei Arten vor. Hier auf dem Bild ist das Kleine Wiesenvögelchen zu sehen. Weil es einen Vielzahl von Nahrungspflanzen nutzen kann, ist es bislang auch nicht gefährdet. Es ist klein und sehr unstet. Und wenn es einmal sitzt, dann schließt es praktisch immer die Flügel.

Details zu Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)
Landkärtchen (Araschnia levana)
Landkärtchen Araschnia levana

Das Landkärtchen tritt in zwei Generationen auf, die sich farblich völlig voneinander unterscheiden. Hier ist die Sommerform zu sehen, die im Juli und August fliegt. Es liebt Brennesselfluren und findet sich häufig an Waldrändern ein.

Details zu Landkärtchen (Araschnia levana)
Leguminosenweißling-Komplex (Leptidea sinapis) *
Leguminosenweißling-Komplex Leptidea sinapis

Bei dieser Art handelt es sich um eine Gruppe von Schmetterlingen die nicht nach äußerlichen Merkmalen, sondern nur durch genetische Untersuchungen voneinder unterschieden werden können. Diese Artgruppe ist in Sachsen auf der Vorwarnliste zur Roten Liste der bedrohten Arten. Aber auch in vielen anderen Regionen Deutschlands ist ein sehr starker Rückgang der Vorkommen zu beklagen. Im Luchsbachtal konnte sie sowohl 2018 als auch 2019 in großer Zahl beobachtet werden. Am Besten gelingt das allerdings am Abend, wenn die Falter ihre Schlafplätze aufsuchen. Tagsüber sind sie kaum einmal sitzend zu sehen.

Details zu Leguminosenweißling-Komplex (Leptidea sinapis) *
Mauerfuchs (Lasiommata megera) *
Mauerfuchs Lasiommata megera

Dieser Schmetterling liebt das Offenland und unbewachsene, also vegetationsfreie Stellen. Wenn er sitzt, dann gerne sich sonnend auf warmen Steinen. In Sachsen ist er selten und auf der Vorwarnliste zur Roten Liste der bedrohten Arten registriert. Auch im Luchsbachtal ist seine Beobachtung etwas besonderes. 2019 kam er bislang nur ein Mal vor das Objektiv des Fotografen.

Details zu Mauerfuchs (Lasiommata megera) *
Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino)
Mädesüß-Perlmutterfalter Brenthis ino

Zwar gehört dieser schöne Schmetterling in Sachsen nicht zu den bedrohten Arten, doch stellt er für das Luchsbachtal eine große Besonderheit dar. Diese Falterart bevorzugt feuchte Brachen und ist an bestimmte Pflanzengesellschaften gebunden, nämlich Mädesüß und Großen Wiesenknopf. Beide gibt es im Luchsbachtal nicht. Offenkundig trat der seltene Fall ein, dass er sich mit dem Kleinen Wiesenknopf begnügte. Seine Vorliebe für feuchte Lebensräume spiegelt sich darin wieder, dass dieser Falter nur in der Nähe des Luchsbaches beobachtet werden konnte. Seine Flugzeit ist kurz, von Mitte Juni bis Mitte August.

Details zu Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino)
Nesselzünsler (Pleuroptya ruralis)
Nesselzünsler Pleuroptya ruralis

Der völlig unauffällige Nesselzünsler benötigt für sein Leben Brennesseln als Nahrungspflanze seiner Raupen - so wie Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs auch. Seine Flugzeit als Falter liegt im Mai und Juni und in einer zweiten Generation von Juli bis August.

Details zu Nesselzünsler (Pleuroptya ruralis)
Postillion oder Wander-Gelbling (Colias croceus)
Postillion oder Wander-Gelbling Colias croceus

Obwohl dieser Falter deutschlandweit nicht gefährdet ist, kommt er im Erzgebirge nicht besonders häufig vor. Öfter kann man die sehr ähnliche Goldene Acht ( Colias hyale ) sehen, die nun widerum auf der Vorwarnliste zur Roten Liste Sachsen steht. Zu unterscheiden sind diese beiden Arten nicht vordergründig an der Zeichnung auf ihren Flügeln, sondern an der intensiv gelben, fast orangenen Färbung der Vorderflügel, die bei der Goldenen Acht durchweg die gleiche blasse Gelbfärbung aufweisen. Auch dieser Schmetterling ist im Jahr 2019 viel seltener zu beobachten als 2018. Die Aufnahme hier zeigt die bislang einzige diesjährige Beobachtung im Luchsbachtal. (Stand August 2019)

Details zu Postillion oder Wander-Gelbling (Colias croceus)
Purpurroter Zünsler (Pyrausta purpuralis)
Purpurroter Zünsler Pyrausta purpuralis

Auch er gehört zu den tagaktiven Nachtfaltern, welche im Luchsbachtal vorkommen. Er ist ein typischer Bewohner magerer Wiesen. Er liebt verschiedenen Arten von Minze. Da es im Habitat davon keine gibt, wird er wohl mit Dost vorlieb nehmen müssen.

Details zu Purpurroter Zünsler (Pyrausta purpuralis)
Rostfarbener Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
Rostfarbener Dickkopffalter Ochlodes sylvanus

Auch er ist einer, der nicht einfach von manch anderem Dickkopf zu unterscheiden ist. Von den vier bislang im Luchsbachtal dokumentierten Dickkopffaltern ist er derjenige, der farblich am stärksten strukturiert ist. Auf dem Bild ist zudem das Männchen an seinem dunklen Duftschuppenstreifen zu erkennen.

Details zu Rostfarbener Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) **
Rotbraunes Wiesenvögelchen Coenonympha glycerion

Diese besonders geschützte und in Sachsen nach Roter Liste gefährdete Art tritt im Luchsbachtal zusammen mit dem Kleinen Wiesenvögelchen auf. Beide Arten lassen sich nur schwer unterscheiden, auch, weil sie eine große Fluchtdistanz haben. Da beide aber prakisch immer mit geschlossenen Flügeln sitzen, kann man sehen, dass das Rotbraune Wiesenvögelchen ausgeprägte Punkte und weiße Bindenflecken auf der Flügelunterseite hat, welche dem Kleinen Wiesenvögelchen fehlen. Und während ersteres nur zwischen Juni und August fliegt, kann man das Kleine Wiesenvögelchen von Mai bis Mitte Oktober beobachten.

Details zu Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) **
Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus) ***
Rotklee-Bläuling Cyaniris semiargus

Auf dem Bild ist eine Kopula zu sehen. Rechts das Männchen, links das Weibchen. Seinen Namen hat dieser mittelgroße Bläuling nach seiner Lieblings-Nahrungspflanze erhalten. Aber er ist nicht besonders wählerich und nimmt auch andere rot bis lila blühende Pflanzen an. In Sachsen ist dieser eigentlich häufige Wiesenbewohner jedoch selten und als stark gefährdet eingestuft. Der Falter fliegt in mehreren Generationen von Mai bis Oktober. Im Luchsbachtal habe ich im Juni und Juli angetroffen.

Details zu Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus) ***
Rundaugen Mohrenfalter (Erebia medusa) ***
Rundaugen Mohrenfalter Erebia medusa

Ein seltener Falter, der auf der Roten Liste Sachsen als stark gefährdet eingestuft ist. Er fliegt als erster der heimischen Mohrenfalter von Mai bis Mitte Juli. Seine Heimat sind magere Wiesen auf trockenen bis feuchten Standorten. Im Gegensatz zu vielen Schmetterlingsarten, die lila Blüten lieben, mag dieser Falter gelbe Blüten. Auf dem Foto sitzt er auf einer Butterblume, dem typischen Hahnenfußgewächs unserer Wiesen. Im Luchsbachtal war er nur im Juni zu beobachten und bevorzugte die luftfeuchten Bereiche in der Nähe des Luchsbaches.

Details zu Rundaugen Mohrenfalter (Erebia medusa) ***
Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
Schachbrettfalter Melanargia galathea

Das ist der "Schmetterling des Jahres 2019" war sowohl 2018 als auch 2019 mit vielen Individuen im Luchsbachtal vertreten. Aus der Ferne sieht dieser mittelgroße Falter nicht spektakulär aus. Seine Schönheit entfaltet er erst aus der Nähe, wenn man die Zeichnung der Flügelunterseiten betrachten kann. Das Schachbrett ist anspruchslos an seinen Lebensraum, kommt in vielen Habitaten gut zu recht. Nur altes Gras muss es geben, das wird für den Nachwuchs benötigt. In einem aufgeräumten Garten wird man ih also nicht finden. Wer ihn beobachten will, muss dies zwischen Mitte Juni und Ende August versuchen.

Details zu Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
Schattenmönch (Cucullia umbratica)
Schattenmönch Cucullia umbratica

Der Schattenmönch gehört eigentlich nicht zu den tagaktiven Nachtfaltern, sondern ist dämmerungs- und nachtaktiv. Im Luchsbachtal war er dennoch am hellen Tag zu beobachten. Seine Flugzeit reicht von Mai bis August. Auch wenn seine eigentlichen Nahrungspflanzen die Wegwarte und Habichtskräuter sind, die auf den Flächen der renaturierten Halde ebenfalls vorkommen, saugt dieser Eulenfalter hier an einer Flockenblume.

Details zu Schattenmönch (Cucullia umbratica)
Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)
Schornsteinfeger Aphantopus hyperantus

Ein Schmetterling, der im Erzgebirge noch häufig vorkommt. Auch auf der ehemaligen Halde im Luchsbachtal war er 2019 in großer Zahl anzutreffen. Seine Flugzeit liegt hauptsächlich im Juli. Auf dem Bild ist ein Weibchen zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten sind diese beim Schornsteinfeger farblich sehr viel stärker ausgeprägt als die Männchen.

Details zu Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)
Schwalbenschwanz (Papillio machaon)
Schwalbenschwanz Papillio machaon

Ein einziges Exemplar dieses großen auffälligen Falters konnte 2019 im Luchsbachtal beobachtet werden. Da die Lebensraumvoraussetzungen - offene, trockene Wiesen mit einer Vielzahl an Nahrungspflanzen des Schwalbenschwanzes - gegeben sind, ist auch eine Vermehrung sehr wahrscheinlich. In den nächsten Jahren kann also mit häufigeren Sichtungen gerechnet werden.

Details zu Schwalbenschwanz (Papillio machaon)
Schwarzkolbiger-Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)
Schwarzkolbiger-Braundickkopffalter Thymelicus lineola

Auf diesem Foto zusammen mit dem Braunkolbigen-Braundickkopffalter (Thymelicus sylvestris) Zwei ausgesprochen ähnliche Falter auf einem Bild. Diese beiden relativ häufigen Arten unterscheiden sich lediglich an der Farbe der Unterseiten ihrer Fühlerkolbenspitzen, was auf dem Bild gut zu erkennen ist. Links der Schwarzkolbige- und rechts der Braunkolbige-Braundickkopf. Letzterer ist zudem ein männliches Tier, was an dem schwarzen Duftschuppenstreifen auf dem Vorderflügel zu erkennen ist. Beide Arten fliegen ab Mitte Juni. Der Braunkolbige zwei Wochen länger als sein Vetter, nämlich bis Mitte September.

Details zu Schwarzkolbiger-Braundickkopffalter (Thymelicus lineola)
Schwarzspanner (Odezia atrata)
Schwarzspanner Odezia atrata

Dieser tagaktive Nachtfalter und bevorzugt eher feuchte Habitate. Trotzdem hat er sich im Luchsbachtal angesiedelt und ist dort in der Nähe des Luchsbaches anzutreffen. Allerdings nur in geringer Anzahl, denn die Lebensraumbedingungen sind nicht optimal für ihn. Er hat nur eine kurze Lebenszeit, die ausgewachsenen Falter fliegen im Mai und im Juni.

Details zu Schwarzspanner (Odezia atrata)
Sechfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)
Sechfleck-Widderchen Zygaena filipendulae

Die Widderchen sind auf der renaturierten Wismuthalde mit bislang fünf beobachteten Arten vertreten. Von allen Arten gibt es aber nur sehr wenige Individuen, die beobachtet werden konnten. Hier ist die Kopula des Sechsfleck-Widderchens zu sehen. Es gehört zu den größeren Vertretern diese Artkomplexes und ist bislang nicht gefährdet. Beobachten kann man diese kleinen Schönheiten während ihrer Flugzeit von Juli bis August.

Details zu Sechfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)
Tagpfauenauge (Aglais io)
Tagpfauenauge Aglais io

Das ist wohl der Schmetterling, den so gut wie jeder kennt. Dieser Falter ist fast das ganze Jahr über zu beobachten. Die späteste Generation überwintert, und fliegt dann an warmen Tagen bereits wieder ab Anfang März. Die Überwinterer suchen sich geschützte Räume. Das sind dann diejenigen Exemplare, welche in Schuppen und Bodenräumen unserer Häuser anzutreffen sind. Am besten läßt man sie in einem Keller der nicht völlig lufttrocken ist den Winter verbingen. Im Luchsbachtal konnten im März viele Dutzend Tagpfauenaugen in der Frühjahrssonne beobachtet werden. Hier auf dem Bild ist er zusammen mit einem C-Falter zu sehen.

Details zu Tagpfauenauge (Aglais io)
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Taubenschwänzchen Macroglossum stellatarum

Dieser tagaktive Nachtfalter ist vielen bekannt und sein Flug, der an Kolibris erinnert, ist beeindruckend. Das er auch zu den Schmetterlingen gehört ist schon kein Allgemeinwissen mehr. Im Jahr 2018 konnten im Spätherbst ab Oktober mehrer Falter beobachtet werden. In diesem Jahr flog er noch nicht, doch wurden Raupen der Art Ende Juli gesichtet.

Details zu Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Trauermantel (Nymphalis antiopa)
Trauermantel Nymphalis antiopa

Er gehört zu den großen Edelfaltern in Deutschland. Die Literatur bezeichnet ihn als nicht gefährdet. Im Erzgebirge kommt er aber nicht oft vor. Das Exemplar auf dem Foto gehört zu den Überwinterern im Luchsbachtal und wurde im März 2019 fotografiert. Eigentlich fliegt er das ganze Jahr, mit einer kurzen Entwicklungspause im Juni / Juli. Auch er ist ein Bewohner der Waldränder und benötigt Weiden für seinen Nachwuchs. Deshalb kann man den Trauermantel auch am besten entlang des Luchsbachweges und im Übergangsbereich des Tales zum Hochwald beobachten, denn dort gibt es viele Weiden am Waldrand.

Details zu Trauermantel (Nymphalis antiopa)
Vierpunkt-Flechtenbärchen (Lithosia quadra)
Vierpunkt-Flechtenbärchen Lithosia quadra

Das Flechtenbärchen hat seinen Namen von der Nahrung seiner Raupen, welche sich hauptsächlich von Flechten ernähren, die an Bäumen wachsen. Der Falter gehört zu den Nachtfaltern, ist aber auch am Tag aktiv. Zwar ist er weit verbreitet, kommt aber überall nur mit wenigen Individuen vor. Hier auf dem Bild saugt er an einer Ackerkratzdistel. Im Luchsbachtal konnte er hauptsächlich auf Wasserdost in Waldrandnähe beobachtet werden. Seine Flugzeit beginnt im Juni und endet im August.

Details zu Vierpunkt-Flechtenbärchen (Lithosia quadra)
Vogelwicken-Bläuling (Polyommatus amandus)
Vogelwicken-Bläuling Polyommatus amandus

Von diesem blauen Bläuling (es gibt auch rote und braune) gab es 2019 viele Exemplare im Luchsbachtal zu bewundern. Im vergangenen Jahr war das anders. Er gehört zu den sehr kleinen Bläulingsarten, was seiner Auffälligkeit - wegen der intensiv blauen Färbung der männlichen Tiere - aber keinen Abbruch tut. Vom sehr ähnlich strahlend blauen Hauhechel-Bläuling unterscheidet ihn der breite schwarze Rand auf den Flügeloberseiten. Und wärend der Hauhechel von Mitte Mai bis MItte Oktober fliegt, tut das der Vogelwicken-Bläuling nur zwischen Juni und Mitte August.

Details zu Vogelwicken-Bläuling (Polyommatus amandus)
Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia) ***
Wachtelweizen-Scheckenfalter Melitaea athalia

Dieser kleine Scheckenfalter ist ausserordentlich flink im Flug und wahrlich selten in Ruhe anzutreffen. Auf der Luchsbachhalde habe ich ihn 2019 das erste Mal beobachten können. Obwohl der Schmetterling zwischen Anfang Juni und Ende August fliegen soll, war er in Pöhla nur bis Anfang Juli zu beobachten. Es ist der einzig mir bekannte Falter, der Spitzwegerich als Nahrungsplanze bevorzugt. In Sachsen ist er stark gefährdet und wird in der Roten Liste in der Kategorie 2 geführt.

Details zu Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia) ***
Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
Waldbrettspiel Pararge aegeria

Das Waldbrettspiel ist ein aggresiver Verteidger seines Revieres. Wie der C-Falter sitzt es auf einer exponierten Warte, um einen möglichen Eindringling sofort zu attakieren. Und wie der C-Falter ist es ein typischer Waldrandbewohner, der mit den unterschiedlichsten Waldtypen gut zurecht kommt. Durch die große Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume ist dieser Schmetterling in Sachsen nicht gefährdet. Auch diese Art bildet zwei Generationen aus, die oft ineinander übergehen und von Mai bis Oktober zu beobachten sind. In diesem Jahr hatte das Waldbrettspiel in Pöhla aber eine große Pause von Juni bis Anfang August eingelegt.

Details zu Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
Weißbindiger Mohrenfalter (Erebia ligea) **
Weißbindiger Mohrenfalter Erebia ligea

Dieser Mohrenfalter kommt in Sachsen nur in den Höhenlagen des Erzgebirges vor. In der Roten Liste Sachsen ist er als gefährdete Art eingestuft. Dieser Schmetterling ist ein typischer Waldrandbewohner, der eher luftfeuchte Lebensräume bevorzugt. Deshalb war er im ehemaligen Haldengebiet vor allem im Bereich des Luchsbaches zu beobachten. Dieser Falter hat eine lange Entwicklungszeit von zwei Jahren. Deshalb ist sein Auftreten zyklischen Schwankungen unterworfen. Erfahrungsgemäß fliegt er in ungeraden Jahren viel häufiger als in geraden, was in diesem Jahr gut zwischen Juli und August besichtigt werden konnte, denn da war er in etlichen Exemplaren zu bewundern.

Details zu Weißbindiger Mohrenfalter (Erebia ligea) **
Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)
Zimtbär Phragmatobia fuliginosa

Der Zimtbär ist ein kleiner Verteter der Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter. Einen ausgewachsenen fliegenden Falter habe ich in Pöhla noch nicht gesehen, dafür am 27. Dezember 2019 diese Raupe. Nach diesem extrem späten Fund im Jahr werde ich auf die kleinen, auffällig rot und zimtbraun gefärbten Nachtfalter im nächsten Fühjahr besonders achten.

Details zu Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Zitronenfalter Gonepteryx rhamni

Auch ein Falter, den wohl jeder kennt. Die Form seiner Flügel macht ihn unverwechselbar. Auf dem Bild ist ein männliches Exemplar zu sehen. Diese sind wesentlich stärker gelb gefärbt als die Weibchen, die eher einen blass grünen Farbton tragen. Zitronenfalter sind die einzige Schmetterlingsart, die ungeschützt im Freien den Winter überdauert. Wie im Kühlsystems eines Autos hat diese Art glykolhaltige Substanzen im "Betriebssystem", die ein Einfrieren verhindern. Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühjahres starten die Schmetterlinge in ihr neues Jahr. Im Luchsbachtal waren sie im Frühjahr 2019 in großer Zahl ab Mitte März unterwegs. Hier saugt der Falter Nektar an Geflecktem Lungenkraut, unmittelbar am Mundloch des Morgenstern Stolln.

Details zu Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Zünsler (Agriphila straminella)
Zünsler Agriphila straminella

Agriphila straminella ist ein Zünsler ohne deutschen Artnamen. Dieser unauffällige Schmetterling ist nicht nur klein und ein wenig flugfaul, sondern auch farblich gut an sein Lebensumfeld angepasst. Er ist ein typischer Schmetterling des Graslandes von trockenem bis frischen Typus. Die ausgewachsenen Falter lassen sich von Mai bis August beobachten.

Details zu Zünsler (Agriphila straminella)